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Klimaanlage als Heizung verwenden: Lohnt sich das?

karstenweilandt
29. Juni
2 Min. Lesezeit

Immer mehr Hausbesitzer fragen sich, ob sich eine Klimaanlage auch zum Heizen eignet. Die kurze Antwort: Ja, das kann sinnvoll sein, vor allem in gut gedämmten Gebäuden oder für einzelne Räume mit überschaubarem Wärmebedarf.


So funktioniert es


Viele moderne Klimageräte (auch Luft-Luft Wärmepumpe genannt) können nicht nur kühlen, sondern auch Wärme aus der Außenluft ins Haus holen. Technisch arbeiten sie damit ähnlich wie eine Wärmepumpe. Das macht sie deutlich effizienter als klassische Elektroheizungen, besonders bei milden Außentemperaturen.


Vorteile


Ein großer Pluspunkt ist die schnelle Wärme. Räume lassen sich ott zügg auf Temperatur bringen, was im Alltag praktisch ist. Außerdem braucht die Technik wenig Platz, kann gut nachgerüstet werden und kann im Sommer zum Kühlen verwendet werden.

Auch wirtschaftlich kann das interessant sein, wenn nur einzelne Räume beheizt werden sollen, oder wenn eine bestehende Heizanlage ergänzt werden soll. Gerade im Übergang zwischen den Jahreszeiten ist das oft eine flexible Lösung.


Nachteile


Der wichtigste Nachteil ist die Abhängigkeit vom Strompreis. Wird Strom teurer, steigen somit auch die Heizkosten. Bei sehr kalten Außentemperaturen sinkt zumeist die Effizienz, sodass das Gerät mehr arbeiten muss.

Hinzu kommt: Eine Klimaanlage beheizt in erster Linie die Luft, nicht Bauteile (wie bei Infrarot-Heizungen). Dadurch kann sich die Wärme subjektiv weniger angenehm anfühlen als bei einer klassischen Flächen- oder Radiatorenheizung. In Wohnräumen können außerdem Zugluft, Geräusche und trockene Luft als störend empfunden werden.


Für wen lohnt es sich?


Sinnvoll ist die Lösung vor allem bei gut gedämmten Häusern, bei wenig genutzten Räumen oder als Ergänzung zu einem bestehenden System. Für ein ganzes Haus mit hohem Wärmebedarf ist sie meist nur dann die beste Wahl, wenn das Gebäude insgesamt gut vorbereitet ist.


Fazit


Eine Klimaanlage kann als Heizung eine clevere Ergänzung sein, ersetzt aber nicht in jedem Fall ein vollwertiges Heizsystem. Wer über den Einsatz nachdenkt, sollte vorher den Wärmebedarf, die Dämmung und die Stromkosten prüfen lassen.

Eine existierende PV-Anlage kann hier unter Umsänden für eine Entlastung beim Strompreis sorgen.


 
 
 

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